Fattoria Pomona

Mit Akribie zu hoher Traubenqualität

In der Fattoria Pomona wird auch heute noch ein ursprünglicher, traditioneller Chianti erzeugt.

Das früh erklärte Ziel, einen ursprünglichen, traditionellen Chianti herzustellen, ist in der Fattoria Pomona bis heute erhalten geblieben. Pomona (dt. “die Fruchtbare”) hieß bei den alten Römern die Göttin der Garten- und Feldfrüchte. Sie gab dem im Herzen des Seneser Chianti-Gebiets liegenden Weingut seinen Namen. Der Grund und Boden befindet sich dort, wo die Gemeinden Castellina und Castelnuovo Berardenga zusammentreffen. Die zum Anwesen zählenden Herrschaftsgebäude, Bauernhäuser, Lager- und Kellerräume wurden bis heute in ihrer ursprünglichen Struktur erhalten. Umgeben ist das Landgut von Weinbergen, Olivenhainen, Wäldern und Weideflächen.

Die fünf Hektar Weinberg in Hügellage sind nach Süd/Südost ausgerichtet. Der Boden besteht aus Kalkmergel. Die Rebhügel sind zu mehr als 90 Prozent mit Sangiovese sowie mit der heimischen Sorte Colorino und etwas Cabernet Sauvignon bestockt. Die Weinberge sind fünf bis 25 Jahre alt. Bei den jüngeren Rebhügeln ist die Anbaudichte um rund 65 Prozent höher. Düngung und Schädlingsbekämpfung werden in der Fattoria Pomona umweltschonend vorgenommen. Um eine hohe Traubenqualität zu erreichen, wird jeder Rebstock im Winter auf acht Knospen zurückgeschnitten. Im Sommer werden Nebentriebe gekappt und beschnitten. Beim Farbwechsel der Früchte werden die Trauben gelichtet und die besten Beeren ausgewählt. Vor der Ernte werden dann schließlich noch die Blätter von den Reben entfernt, um den Reifeprozess zu optimieren.

Die Historie der Fattoria Pomona reicht bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Das Landgut hieß früher noch Fattoria Ricceri nach dem Namen der damaligen Besitzer. Es enthielt auch eine Ziegelei. 1899 wurde das Anwesen von Bandino Bandini, einem Vorfahren der jetzigen Inhaber erworben. Er widmete sich nicht nur erfolgreich der Landwirtschaft, sondern gab dem Gut auch seinen heutigen Namen. Dank der Ziegelei wurde Pomona erheblich erweitert. Es kamen Weinkeller und eine Ölmühle hinzu, in der sowohl eigene Oliven, als auch die Ölbaumfrüchte benachbarter Güter gemahlen wurden.

Mit dem Ende der Halbpacht gingen die Aktivitäten allmählich zurück. Das Landgut verfiel, bis schließlich Enzo Raspi, der Enkel Bandinos, Renovierungen vornehmen ließ und den Anbau von Wein und Oliven erneuerte. Die Gutsarbeit wird heute von Enzos deutscher Ehefrau Ingeborg Raspi Juergens und den beiden Töchtern erfolgreich fortgesetzt. (mh)

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